Hallo lieber Sponsoring-Interessent...

 

schön, dass Du Dich für das Sponsoring interessierst! Hier möchte ich Dir erklären, welche Idee hinter dieser Sache steckt, was es für Dich als potentiellen Sponsoringrüdenhalter im Einzelnen bedeutet und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben...

 

Hintergrund - unkonventionelle Wege aus Liebe zur Rasse

Von ein paar Einkreuzungen abgesehen gehen alle heute lebenden Deutschen Pinscher weltweit auf lediglich fünf Hunde zurück. Der Genpool ist entsprechend klein und es ist wichtig die Mannigfaltigkeit innerhalb dieses Genpools zu gestalten und möglichst viele genetische Kombinationen in der Zucht beizubehalten.  Auch und gerade weil der deutsche Pinscher im Vergleich relativ wenige gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringt und als sehr robust und langlebig gilt möchten wir, dass das so bleibt.

Jedoch kann sich ein Züchter nicht aus jeder Verpaarung eine Hündin zurückbehalten und ob ein Rüde aus dem Wurf von seinen Besitzern zur Zucht fertig gemacht wird ist mehr oder weniger Glückssache.

Also muss man neue Wege gehen und kam so auf die Idee zum Sponsoringrüden.

 

Sponsoring - ein Hund, dem viele Herzen gehören

Klassisches Sponsoring bedeutet, dass es einen (Mit-)Besitzer und einen Halter gibt. Und diese beiden Rollen jeweils voneinander getrennt sind - im klassischen Sinne (Wenn Dir das lieber ist, kann man auch den Halter als Besitzer in der Ahnentafel eintragen, aber zu den Details später mehr). Das bedeutet dass der Besitzer den Hund aussucht und bezahlt, die Papiere behält und dem Halter lediglich den Hund kostenlos übergibt. Der Halter ist die Hauptbezugsperson des Hundes.

Der Halter übernimmt auch die üblichen, nicht zuchtrelevanten Haltungskosten wie Futter, Versicherungen, Tierarztbesuche etc. Der Rüde lebt in seinem Zuhause und zu einer 'normalen' Haltung gibt es auch keinen Unterschied, außer, dass dem Besitzer das alleinige Zuchtrecht zusteht.

Der Besitzer kümmert sich darum, dass der Hund zuchtfertig gemacht wird (macht alle gesundheitlichen Untersuchungen die zu Beginn etwa zwei Tage in Anspruch nehmen. Später müssen dann lediglich die Augen jährlich untersucht werden) und übernimmt dafür natürlich auch die Kosten, genauso wie das Meldegeld und weitere zu den Ausstellungen dazugehörigen Kosten. An einer festzulegenden Zahl an Wochenenden muss der Besitzer nämlich an Ausstellungen teilnehmen, was aber in Absprache mit dem Halter mit viel Vorlauf geplant wird. Fünf bis sechs Ausstellungen im Jahr sind im Schnitt notwendig. Der Besitzer holt den Hund ab und bringt ihn nach der Ausstellung wieder.

Später wenn der Rüde zuchtfertig ist kommt das Decken dazu. Nicht mehr als drei Mal im Jahr belegt der Sponsorrüde bei mir eine Hündin. Dies weiß man (meistens) auch schon entsprechend lange vorher, kann aber keinen bestimmten Tag sondern eher einen Monat eingrenzen. Der Hund sollte im abgesprochenen Zeitraum 'greifbar' sein. Etwa 10 Tage vor dem tatsächlichen Deckakt lässt sich der Zeitpunkt auf wenige Tage eingrenzen.

Das oben Beschriebene geht auf die klassische Aufteilung und strikte Trennung zwischen Halter und Besitzer zurück. Es ist aber auch denkbar, dass der Hund mehrere Besitzer hat und zu einem Teil der spätere Halter sich auch am Welpenpreis beteiligt wird, wenn ihm das wichtig ist. Er bekommt dann aber auch später den entsprechenden Anteil an Decktaxe, wenn die Kosten, die zur Zuchtvorbereitung entstehen, ebenso geteilt werden.

Grundsätzlich gilt: man kann über alles reden

 

Vorteile und Nachteile für den Rüdenhalter

Vorteile

+ Du leistest einen wichtigen Beitrag zur Zucht

+ Du bekommst einen Hund, der sorgfältig auf seine Gesundheit hin (Erbkrankheiten etc.) geprüft wurde und immer wieder überprüft wird

+ Dein Hund wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein überaus hübscher und wesensfester Vertreter seiner Rasse sein 

+ Du ersparst (oder teilst, wie Du das möchtest) Dir die Welpen-Anschaffungskosten

+ Hat der Rüde mal gedeckt wirst Du merken, dass er gegenüber läufigen Hündinnen in der Umgebung wesentlich entspannter sein wird - er weiß dann nämlich "wann es sich lohnt" wuschig zu werden

+ Bei Erziehungsfragen steht Dir rund um die Uhr jemand erfahrenes zur Seite

+ Du hast einen Einblick in das Zuchtgeschehen

Nachteile

- Du musst ~10 Tage im Jahr auf Deinen Hund verzichten - wenn Du nicht mitwillst! Du bist jederzeit eingeladen die Ausstellungen, Untersuchungen, Deckungen etc. zu begleiten.

 

Was wichtig ist - die Chemie muss passen

Natürlich ist es sehr wichtig, dass der Deckrüde auch in der Nähe zum Besitzer lebt. Was aber noch viel wichtiger ist, ist dass die Chemie zwischen dem Rüdenhalter und dem Besitzer stimmt. Ein offener Umgang ist absolut notwendig. Man sollte einander sympathisch sein und sich aufeinander verlassen können.

Darüber hinaus ist es mir neben einer hochwertigen Nahrung z.B. auch wichtig, dass der Rüde eine Begleithundeprüfung ablegt. Das ist nicht nur für die Zucht von Vorteil sondern auch eine tolle Bindungsarbeit zwischen Halter und Hund. Alles weitere würde man dann im persönlichen Gespräch klären.

 

Wenn Du also Interesse hast, kläre ich mit Dir gerne weitere Fragen im Gespräch.